Auswirkung niedriger Leitzinsen auf SparpläneNachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen Ende 2013 auf ein historisch niedriges Niveau gesenkt hat, nahm die Rendite klassisch verzinslicher Kapitalanlagen drastisch ab. Anleger, die einen langfristigen Vermögensaufbau durch regelmäßige Sparraten anstreben, suchen daher aktuell nach attraktiven und renditestarken Sparplänen.

Grundsätzlich stehen für den Kapitalanleger unterschiedliche Sparpläne zur Verfügung. Um einen geeigneten Sparplan zu finden, der sowohl den eigenen Kenntnissen, Erfahrungen als auch der persönlichen Risikobereitschaft entspricht, sollte sich der Sparer zunächst einen Überblick über die verschiedenen Sparplanarten verschaffen.

Ausgewählte Sparpläne im Überblick

Sicherheitsorientierte Anleger wählen häufig Banksparpläne, die aktuell (je nach Laufzeit) im Schnitt zwischen 1,5% p.a. und 2,5% p.a. Zinsen abwerfen. Der Vorteil eines Banksparplans liegt in der Kalkulierbarkeit der Erträge. Daneben finden sich Tagesgeld-Sparpläne, welche bedingt durch die niedrigen Leitzinsen, zumeist nur eine geringe Verzinsung aufweisen, die bei einzelnen Anbietern derzeit aber noch oberhalb von einem Prozent liegt.

Darüber hinaus kann der Sparer Fondssparpläne anlegen, die die Investition in ein breites Wertpapier-Spektrum ermöglichen. Um die Chancen der Aktienmärkte zu nutzen und von den langfristig überdurchschnittlichen Wertentwicklungen jener zu profitieren, bieten sich Aktiensparpläne an.

Zertifikate- und ETF-Sparpläne als renditestarke Alternativen

Bei Zertifikate-Sparplänen erfolgt die Anlage in Zertifikaten, deren Wertentwicklung sich an einem bestimmten Basiswert orientiert (z. B. an einem Aktienindex oder an einer Mehrzahl ausgewählter Aktien). Zertifikate-Sparpläne sind gewöhnlich mit geringeren Kosten als Fondssparpläne verbunden und eröffnen deshalb häufig höhere Rendite-Chancen.

Bei der Auswahl von Zertifikate-Sparplänen muss der Kapitalanleger auf die Bonität des Finanzdienstleisters achten, da er Anteile an von seinem Anbieter ausgegebenen Schuldverschreibungen erwirbt: Bei Zahlungsunfähigkeit des Finanzdienstleisters ist das eingezahlte Anlagekapital gefährdet.

Langfristig in ETFs investierenEiner zunehmenden Beliebtheit erfreut sich der ETF-Sparplan. Die Wertentwicklung entspricht der Veränderung eines ausgewählten Index. Anders als Zertifikate-Sparpläne investiert der Anleger bei einem ETF-Sparplan in börsennotierte Indexfonds (ETFs, Exchange Traded Funds). Das Vermögen der Kapitalanleger wird als Sondervermögen geführt, das vom Vermögen des Finanzdienstleisters getrennt bleibt und daher auch bei einer möglichen Insolvenz geschützt ist.

Auswirkung niedriger Zinsen auf Sparpläne

Bedingt durch die Entwicklung des Leitzinses, werden aktuell vor allem Wertpapier-Sparpläne stark nachgefragt. Sparer möchten auf diesem Wege vor allem ihre Renditechancen erhöhen und der niedrigen Verzinsung bei Bank- und Tagesgeld-Sparplänen ausweichen. Ein weiterer Grund für den Aufschwung bei u.a. Aktiensparplänen, ist natürlich auch die positive Entwicklung von Indizes wie dem DAX.